Smart Industrial Buildings – Höchste Effizienz durch intelligente Vernetzung von Gebäude und Produktion

3 Personen stehend vor Messestand
Auch Energieministerin Elisabeth Köstinger zeigte sich vom STIWA/Peneder Messeauftritt und den präsentierten Einsparpotentialen begeistert. © STIWA Group

02.10.2018

Die integrierte Planung und intelligente Vernetzung von Maschinen- und Industriebau leben die oberösterreichischen Unternehmen Peneder und STIWA Group: Bereits in der Planungsphase neuer Gebäude liegt der Schwerpunkt auf der darin stattfindenden Produktion und die daraus resultierenden Material- und Energieflüsse. Das steigert die Produktivität und Effizienz und reduziert die Energie- und Betriebskosten dieser „Smart Industrial Buildings“ ganz erheblich.

Wird heute ein neues Industriegebäude geplant und errichtet, geschieht dies in vielen Fällen durch eine Vielzahl von Fachplanern und Unternehmen. Den meist nur für ein Projekt kooperierenden Personen fehlt es dabei aber oft an Erfahrung in Digitalisierung, Automation und Produktion.  
„Smart Industrial Buildings zeichnen sich im Gegensatz dazu durch eine integrierte, produktionsbasierte Planung aus, bei der die zukünftigen Anforderungen der Produktion und Betriebsabläufe an das Gebäude berücksichtigt werden“, argumentieren Christian Peneder, Geschäftsführer der Peneder Bau-Elemente GmbH sowie Thomas Führer, Geschäftsbereichsleiter STIWA Gebäudeautomation ihre langjährige Kooperation.

Vernetztes und interdisziplinäres Denken
Dieses Zusammenspiel von Know-how aus dem Maschinen- und Industriebau und dem Konzept der intelligenten Vernetzung bietet eine vernetzte Sicht auf den gesamten Regelkreis industrieller Produktion. „Möglich macht das die enge Kooperation von Spezialisten unterschiedlicher Disziplinen wie IT, Mechatronik, Gebäude- und Energietechnik sowie Architektur unter einem Dach. Das ermöglicht innovative Gebäude-, Produktions- und Energiekonzepte. Damit verhelfen wir unseren Kunden mit intelligenten Betriebsgebäuden zu mehr Erfolg“, sagt Peneder und ergänzt: „Für die Entwicklung und Umsetzung der Industriebauten betrachten wir das Gebäude selbst als Maschine, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Produktivität ausübt.“

Geschlossener Regelkreis von Produktion-Logistik-Energie
Das Gebäude leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens. „Dabei verbindet unsere zentrale Gebäudeautomation Produktionsanlagen, Logistik, Gebäudetechnik und Energiesysteme. Neben der Steuerung und Regelung aller Systeme erfassen wir mit unserer in die Gebäudeautomation integrierten Produktions- und Analyse-Software eine Vielzahl von Daten, die sich in aussagekräftige Analysen umwandeln lassen. Damit identifizieren und heben wir gemeinsam mit unserem Kunden permanent Produktivitäts- und Effizienzpotenziale und gewinnen wesentliche Erkenntnisse für den laufenden Betrieb und zukünftige Projekte“, sagt Führer. Darüber hinaus kann durch Vernetzung mit der näheren Umgebung der produzierende Betrieb zu einem Energielieferanten und damit zu einem sogenannten proaktiven „Energy Hub“ werden.

Best Practice: Businessbau der Kößler Technologie GmbH
Ein Vorzeigebeispiel eines vernetzten Industriegebäudes ist der für die Kößler Technologie GmbH in Bayern geplante und betriebsfertig umgesetzte Betriebsneubau. Im Zuge der produktionsbasierten Planung wurden die Produktionsprozesse mit ihren Energie- und Materialflüssen sowie alle produktivitätsrelevanten Umgebungsbedingungen durch ein interdisziplinäres Expertenteam analysiert. Durch die Vernetzung der Produktion mit der Gebäude- und Energieversorgung konnte unter anderem eine Reduktion der Gesamtenergiekosten um 30% gegenüber einer konventionellen Realisierung erzielt werden, was eine Energiekosteneinsparung von mehreren hunderttausend Euro jährlich ergibt.
Dafür wurden Peneder und STIWA mit dem Energie Star 2016 – dem oberösterreichischen Landes-Energiepreis – ausgezeichnet.

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