Welche Technologien werden uns in Zukunft das Leben erleichtern?

v.l.n.r.: DI Thomas Führer, MSc, Dr. Sonja Mündl, Dipl.-Ing. Wolfgang Freiseisen, DI (FH) Thomas Kern, DI Theodorich Kopetzky, DI Jakob Ziegler, FH-Prof. Priv.-Doz. DI Dr. Michael Affenzeller, Mag. Dr. Markus Mitterhumer, DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner © Sara Aschauer

15.11.2019

Bei der dritten und abschließenden Veranstaltung der SWPH Eventreihe 2019 „Digital Health“ widmeten sich rund 50 ExpertInnen dem Thema „Active and Assisted Living“ und beschäftigten sich mit der Frage: Welche Technologien werden uns in Zukunft das Leben erleichtern?

DI (FH) Thomas Kern, FH OÖ, Leiter Center of Excellence – TIMed Center, begrüßte die 50 TeilnehmerInnen und begleitete als Moderator durch den Nachmittag.

WAS UNS MENSCHEN IN ZUKUNFT UNTERSTÜTZEN WIRD…

Mag. Dr. Markus Mitterhumer, Geschäftsführer der intelligent motion GmbH, schaffte in seiner Keynote Übersicht über bestehende Assistenz-Systeme sowie Überblick eines Forschungs- und Entwicklungsprozesses anhand des Therapieroboters "hirob". Er erklärte weiters die Geschichte der Robotik und wagte anhand von Prognosen einen Blick in die Zukunft.

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung erfordert einen hohen Bedarf an Fachkräften im Bereich Pflege und Gesundheit. Dieser wachsende Bedarf an Pflege- und Gesundheitsleistungen wird zukünftig nicht mehr durch verfügbare Ressourcen gedeckt werden können. Diese Lücke zwischen Nachfrage und Angebot bietet ein vielversprechendes Anwendungsfeld für innovative Technologien. Der Einsatz von Robotern kann dabei eine richtungsweisende Maßnahme sein, Prozesse effizienter zu gestalten und so eine Alternative zu immer knapper werdenden Personalressourcen zu bekommen.

INTELLIGENTE SENSORIK IN SMARTEN TEXTILIEN

DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner ist Professor für Hardware/Software Co-Design an der FH OÖ Campus Hagenberg. Sein Forschungsprojekt EmSense – Embedded Sensor Platform for Automated Detection of Human Motion – beschäftigt sich mit der Integration von intelligenter Sensorik in smarten Textilien. So kann anhand von „intelligenten Socken“ beispielsweise die Gangart und Fußstellung analysiert werden. Mithilfe intelligenter Kleidung werden außerdem Gesten erkannt und Bewegungen analysiert. Basierend auf diesen Ergebnissen können Therapiepläne adaptiert und Frühwarnsysteme zB für ältere Menschen installiert werden. 

Die zukünftigen Veränderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens sind wesentlich durch technische Innovationen bestimmt, die menschliche Aktivitäten erfassen, bewerten und vorhersagen. Für die Erfassung und Auswertung menschli¬cher Bewegungen bedarf es Sensorik, die sich direkt in Alltagskleidung integrieren lässt und am menschlichen Körper getragen werden kann. Und zwar durch Integration von intelligenter Sensorik in smarte Textilien.

ASSISTIVE ROBOTIK - STEIGERUNG DER LEBENSQUALITÄT DURCH INTELLIGENTE UND ADAPTIVE SYSTEME

Der Vortrag von DI Jakob Ziegler, Wissenschaflicher Mitarbeiter am Institut für Robotik der JKU Linz vermittelte einen Überblick über die aktuelle Forschung zu assistiven robotischen System an der JKU, insbesondere zu der Entwicklung von aktiven Orthesen und Exoskeleten. Vor allem letztere sind international im Fokus, da man sich durch deren Einsatz eine Steigerung der Lebensqualität erhofft.

Ob Rollstuhlsimulator, Reha-Roboter, Gangsimulator oder humanoider Roboter – Anliegen der assistiven Robotik ist die Entwicklung von Systemen und Methoden zur Bewegungsanalyse, Bewegungsassistenz und Rehabilitation indem herkömmliche Techniken verbessert und durch neue intelligente Komponenten ergänzt werden. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Fähigkeit dieser Systeme, sich entsprechend der Fähigkeiten und Bedürfnisse der Anwender an diese anzupassen. Um dies zu erreichen, müssen menschliche Bewegungen zuverlässig klassifiziert und die Bewegungsabsicht robust erkannt werden, sodass intelligent auf diese reagiert werden kann.

SELBSTBESTIMMT DURCH'S LEBEN

Während der gesamten Veranstaltung hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, über ein online Diskussionstool Fragen an die Vortragenden zu stellen. Diese und weitere Fragen wurden bei der Podiumsdiskussion von DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner (FH OÖ Campus Hagenberg), Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Müller (JKU – Institut für Robotik) und Dipl.-Ing. Wolfgang Freiseisen (RISC Software GmbH) beantwortet und diskutiert. Nach der Podiumsdiskussion wurde in persönlichen Gesprächen beim anschließenden Buffet und Networking weiter erörtert und Themen analysiert.

Hier finden Sie die Vorträge der Veranstaltung zum Download:

>> Keynote: „Was uns Menschen in Zukunft unterstützen wird…“
Mag. Dr. Markus Mitterhumer, Geschäftsführer intelligent motion GmbH

>> Vortrag: „EmSense – Embedded Sensor Platform for Automated Detection of Human Motion“
DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner, Professor für Hardware/Software Co-Design, FH OÖ Campus Hagenberg

>> Vortrag: „Assistive Robotik - Steigerung der Lebensqualität durch intelligente und adaptive Systeme“
DI Jakob Ziegler, Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter, Johannes Kepler Universität – Institut für Robotik

 

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Kontakt
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v.l.n.r.: DI Thomas Führer, MSc, Dr. Sonja Mündl, Dipl.-Ing. Wolfgang Freiseisen, DI (FH) Thomas Kern, DI Theodorich Kopetzky, DI Jakob Ziegler, FH-Prof. Priv.-Doz. DI Dr. Michael Affenzeller, Mag. Dr. Markus Mitterhumer, DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner © Sara Aschauer
Moderator DI (FH) Thomas Kern (FH OÖ TIMed Center) © Sara Aschauer
Mag. Dr. Markus Mitterhumer (intelligent motion gmbh) bei seiner Keynote: „Was uns Menschen in Zukunft unterstützen wird…“ © Sara Aschauer
Vortrag „EmSense – Embedded Sensor Platform for Automated Detection of Human Motion“ von DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner (FH OÖ Campus Hagenberg) © Sara Aschauer
Vortrag „Assistive Robotik - Steigerung der Lebensqualität durch intelligente und adaptive Systeme“ von DI Jakob Ziegler (JKU Linz) © Sara Aschauer
Podiumsdiskussion v.l.n.r.: DI (FH) Thomas Kern, Dipl.-Ing. Wolfgang Freiseisen, DI (FH) Dr. Florian Eibensteiner, Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Müller © Sara Aschauer
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